Mähroboter sind für viele Gartenbesitzer längst eine echte Arbeitserleichterung. Doch nicht jeder Garten ist gleich – und nicht in jedem Gelände kann ein Mähroboter sein volles Potenzial entfalten. Die gute Nachricht: Die meisten modernen Modelle kommen mit erstaunlich vielen Herausforderungen zurecht. Aber es gibt dennoch ein paar Kriterien, die bestimmen, wie gut ein Mähroboter in einem bestimmten Garten funktioniert.
1. Gärten mit regelmäßig geformten Flächen
Am einfachsten haben es Mähroboter in Gärten, die:
- rechteckige oder runde Rasenflächen haben
- nur wenige Hindernisse aufweisen
- klar abgegrenzte Mähbereiche besitzen
Solche Gärten ermöglichen eine effiziente Navigation – besonders für Geräte mit Begrenzungskabel.
2. Gärten mit komplexeren Strukturen
Auch verwinkelte oder mehrzonige Gärten sind heute kein Problem mehr. Voraussetzung ist allerdings ein Modell, das folgende Funktionen unterstützt:
- Mehrere Startpunkte entlang des Begrenzungskabels
- Mehrere Mähzonen (Nebenflächen, getrennte Bereiche)
- GPS- oder Kameranavigation für eine gezielte Flächenabdeckung
Damit können selbst Gärten mit Inselbeeten, schmalen Durchgängen oder verwinkelten Bereichen zuverlässig gepflegt werden.
3. Gärten mit Steigungen und Unebenheiten
Viele Mähroboter sind für leichte bis mittlere Steigungen geeignet:
- Standardmodelle: bis ca. 25–30 % Steigung
- Premiummodelle: bis zu 45 % oder mehr
Hügelige Gärten oder Grundstücke mit Gefälle sind also absolut machbar – solange der Roboter genügend Traktion und Motorleistung bietet.
4. Gärten mit Hindernissen
Bäume, Sträucher, Gartenmöbel oder Dekoartikel sind kein Problem, wenn:
- ein Begrenzungskabel sauber verlegt wurde
- der Roboter zuverlässige Kollisionssensoren besitzt
- die Hindernisse stabil stehen
Offene Wurzeln, tief hängende Äste oder lose Gegenstände sollten jedoch vermieden bzw. entfernt werden.
5. Gärten mit Beeten, Teichen oder Pools
Auch solche Gärten sind geeignet – aber mit Vorsicht:
- Beete brauchen klare Begrenzungen (mit Kabel oder Steinrändern).
- Teiche und Pools müssen abgesichert sein (z. B. durch Kantensteine, Zäune oder Kabel).
Viele Besitzer entscheiden sich für Inselverlegungen des Begrenzungskabels, sodass der Mähroboter bestimmte Bereiche ausspart.
6. Große und sehr große Gärten
Für große Grundstücke gibt es spezielle Roboter:
- XXL-Modelle mit großer Akkukapazität
- GPS-gestützte Navigation
- Hohe Mähgeschwindigkeit
- Robuste Front- und Messersysteme
Damit können selbst Gärten von 2.000 bis über 10.000 m² automatisiert gepflegt werden.
7. Kleine Stadtgärten und Innenhöfe
Mini-Gärten oder kleine Rasenflächen (unter 150 m²) eignen sich ebenfalls – oft reichen kompakte Einsteigermodelle. Vorteile:
- sehr leise
- extrem energieeffizient
- wenig Installationsaufwand
Auch enge Passagen schafft ein guter Mähroboter problemlos.
Wann eignet sich ein Garten eher nicht?
Ein Mähroboter stößt an Grenzen, wenn:
- der Rasen überwiegend aus winzigen Inseln besteht
- extrem unebener Boden, viele Löcher oder Wurzeln vorhanden sind
- die Flächen stark voneinander getrennt sind und kein Zugang besteht
- sehr steile Hänge vorliegen
- kaum Grasfläche vorhanden ist
In solchen Fällen ist ein klassischer Mäher manchmal praktischer.
Fazit
Mähroboter eignen sich für die meisten Gärten – von klein bis groß, von einfach bis komplex. Entscheidend ist, dass:
- der Rasen zugänglich ist
- Hindernisse klar definiert sind
- Steigungen und Flächengrößen zum Roboter passen
Mit der richtigen Modellwahl kann fast jeder Gartenbesitzer von einem Mähroboter profitieren – und sich über einen dauerhaft gepflegten, gesunden Rasen freuen.