Der Garten‑ und Landschaftsbau (GaLaBau) ist ein bedeutender Teil der grünen Wirtschaft in Deutschland. Er umfasst die Planung, den Bau und die Pflege von Gartenanlagen, öffentlichen Grünflächen, Sportplätzen und anderen Außenanlagen. Die Branche zeigt stabile Wachstumszahlen, eine hohe Beschäftigung und eine kontinuierliche Umsatzentwicklung – trotz wirtschaftlicher Herausforderungen.
Branchenumsatz und Entwicklung
Im Jahr 2024 erzielte der Garten‑, Landschafts‑ und Sportplatzbau einen Gesamtumsatz von etwa 10,65 Milliarden Euro – mehr als im Vorjahr (2023: 10,34 Mrd. €). Damit steigerte die Branche ihren Umsatz erneut, was auf eine solide Entwicklung auch in schwierigen Zeiten hindeutet. (galabau.de)
Die Umsatzsteigerung betrug nominal rund 3 % gegenüber 2023, was die wirtschaftliche Stabilität des GaLaBau‑Sektors unterstreicht. (galabau.de)
Unternehmen und Struktur
Insgesamt waren ca. 19.636 GaLaBau‑Betriebe in Deutschland aktiv (2024), ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. (soll-galabau.de)
Mitgliedsbetriebe im Bundesverband Garten‑, Landschafts‑ und Sportplatzbau (BGL):
- ca. 4.210 Mitgliedsbetriebe (2024), ein geringer Rückgang im Vergleich zu 2023.
- Diese Mitgliedsbetriebe erwirtschafteten rund 63 % des Gesamtumsatzes der Branche. (galabau.de)
Trotz sinkender Mitgliederzahlen ging die Gesamtzahl der Betriebe leicht nach oben, vor allem aufgrund von Nicht‑Mitgliedsbetrieben. (soll-galabau.de)
Beschäftigte & Ausbildung
Beschäftigtenzahlen steigen:
- Rund 131.166 Personen arbeiteten 2024 im Garten‑ und Landschaftsbau – ein Rekordwert und mehr als im Jahr 2023 (130.722). (galabau.de)
Auszubildende im GaLaBau:
- Im gleichen Jahr waren 8.004 junge Menschen in der Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin bzw. zum Landschaftsgärtner. (galabau.de)
Damit bleibt der Beruf für junge Menschen attraktiv, auch wenn es weiterhin Herausforderungen bei der Fachkräftegewinnung gibt. (galabau.de)
Auftraggeber und Marktsegmente
Privatkunden bleiben der größte Umsatzträger im Garten‑ und Landschaftsbau – sie machen über die Hälfte aller Aufträge aus.
Danach folgt der öffentliche Sektor, etwa bei der Pflege von Parks oder der Gestaltung von Verkehrsräumen. (BMEL-Statistik)
Insolvenzen und Wirtschaftslage
Die Insolvenzquote der gesamten Branche lag 2024 bei etwa 0,51 %, bei Mitgliedsbetrieben sogar nur bei ca. 0,31 %. Das weist auf eine relativ stabile wirtschaftliche Lage der Unternehmen hin. (galabau.de)
Langfristige Entwicklung
Branchenstatistiken zeigen, dass der Garten‑ und Landschaftsbau seit vielen Jahren wächst und sich auch gegen wirtschaftliche Schwankungen weitgehend resilient zeigt. Zuletzt konnte die Branche 15 Jahre in Folge Umsatzsteigerungen verzeichnen – was auf eine lang anhaltende Nachfrage nach Leistungen wie Grün‑ und Freiflächenplanung, Pflege und nachhaltiger Landschaftsgestaltung hindeutet. (Neue Landschaft)
Zusammenfassung – Kennzahlen 2024 auf einen Blick
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Branchenumsatz | ca. 10,65 Mrd. € (↑ gegenüber 2023) (galabau.de) |
| Beschäftigte | ca. 131.166 Personen (galabau.de) |
| Auszubildende | 8.004 junge Menschen (galabau.de) |
| Betriebe insgesamt | ca. 19.636 (soll-galabau.de) |
| Mitgliedsbetriebe BGL | ca. 4.210 (galabau.de) |
| Insolvenzquote Branche gesamt | ca. 0,51 % (galabau.de) |
Fazit
Der Garten‑ und Landschaftsbau in Deutschland ist ein dynamischer Wirtschaftssektor mit stabilem Umsatz, wachsender Beschäftigung und attraktiven Ausbildungszahlen. Während sich einige strukturelle Veränderungen – wie sinkende Mitgliederzahlen in Verbänden – zeigen, bleibt die Branche insgesamt wirtschaftlich robust und zukunftsfähig. Leistungen rund um Grünflächen, Naturschutz, urbane Gestaltung und Freizeitanlagen sind weiterhin stark gefragt – sowohl von privaten Auftraggebern als auch öffentlich. (galabau.de)