
Wer regelmäßig Rosen schneidet, stellt sich früher oder später die Frage: Dürfen Rosen – samt Blättern, Stängeln und Blüten – auf den Kompost? Die kurze Antwort lautet: Ja, aber mit ein paar wichtigen Ausnahmen und Vorsichtsmaßnahmen.
1. Grundsätzlich: Rosen sind kompostierbar
Rosen bestehen aus organischem Pflanzenmaterial, das problemlos verrottet.
Auf den Kompost können also:
- verblühte Rosen
- Rückschnittmaterial
- einzelne Blätter und Blüten
- dünne, verholzte Triebe
Beim Kompostieren zersetzen sich die Bestandteile zu wertvollem Humus, der wiederum dem Garten zugutekommt.
2. Vorsicht bei Rosenkrankheiten!
Hier liegt der wichtigste Punkt: Nicht jedes Rosenmaterial sollte bedenkenlos auf den Kompost.
NICHT auf den Kompost gehören:
- Sternrußtau (schwarze Flecken auf den Blättern)
- Mehltau (weißer Belag auf Blättern und Trieben)
- Rostpilz (orange Pusteln auf der Blattunterseite)
- Stark befallene, kranke Triebe
Warum?
Die Pilzsporen können den Kompost überleben und später über den ausgebrachten Dünger wieder in den Garten gelangen – und neue Rosen infizieren.
Was dann tun?
- Krankes Material am besten im Hausmüll entsorgen.
- Nicht verbrennen, wenn es lokal verboten ist.
3. Rosen richtig kompostieren – so geht’s
Damit Rosenmaterial gut verrottet, sollten ein paar Tipps beachtet werden:
Dicke Triebe zerkleinern
- Verholzte, dicke Stängel vorher klein schneiden, damit sie schneller verrotten.
Gut mischen
- Rosenmaterial ist eher „trocken“ und enthält wenige Nährstoffe.
- Ideal mischen mit:
- feuchtem Grünabfall (Rasenschnitt)
- Küchenabfällen
- Laub
Dornen sind kein Problem
- Dornen verrotten genauso – sie werden mit der Zeit weich und zerfallen.
Auf die Feuchtigkeit achten
- Zu trocken → langsame Verrottung
- Zu nass → Fäulnisgefahr
- Der Kompost sollte leicht feucht sein wie ein ausgewrungener Schwamm.
4. Wie lange dauert die Verrottung?
- Dünne Triebe und Blätter: 3–6 Monate
- Verholzte Stängel: bis zu 1 Jahr
- Mit Zerkleinern und regelmäßigen Umsetzen geht es deutlich schneller.
5. Fazit
Ja, Rosen dürfen grundsätzlich auf den Kompost – allerdings nicht, wenn sie von Pilzkrankheiten betroffen sind. Gesundes Material ist absolut unproblematisch und liefert wertvollen Humus. Wer dicke Stängel zerschneidet und den Kompost gut mischt, erhält ein hochwertiges Gartenprodukt, das Rosen und anderen Pflanzen wieder zugutekommt.
Wenn du möchtest, kann ich dir auch eine Checkliste „Was darf auf den Kompost?“ oder ein Infoblatt als PDF erstellen!