Rosen gehören zu den beliebtesten und wirtschaftlich bedeutendsten Zierpflanzen weltweit. Ihre kulturelle, symbolische und wirtschaftliche Rolle spiegelt sich in zahlreichen statistischen Kennzahlen wider.
1. Vielfalt der Rosengattungen
- Weltweit existieren über 30.000 registrierte Rosensorten.
- Botanisch lassen sie sich auf rund 100 bis 200 Wildarten zurückführen, die als Grundlage moderner Züchtungen dienen.
- Jedes Jahr kommen mehrere Hundert neue Sorten hinzu – von Duftrosen über Kletterrosen bis hin zu hochgezüchteten Hybrid-Tees.
2. Produktion & Handel
- Der weltweite Rosenmarkt hat ein jährliches Handelsvolumen von über 4 Milliarden Euro.
- Die größten Exportländer für Schnittrosen sind:
- Kenia (Hauptlieferant für Europa)
- Ecuador und Kolumbien (Hauptlieferanten für Nordamerika)
- Äthiopien (stark wachsender Markt)
- In Europa ist die Niederlande das wichtigste Logistik- und Handelszentrum, vor allem durch die Blumenauktion Aalsmeer.
3. Verbrauch & Traditionen
- In Deutschland werden jährlich rund 1 Milliarde Schnittblumen gekauft. Davon entfallen etwa 20–25 % auf Rosen – sie sind damit die beliebteste Schnittblume.
- Besonders rosenintensiv sind:
- Valentinstag (bis zu 10-facher Absatz)
- Muttertag
- Hochzeiten, bei denen Rosen in rund 60 % aller Brautsträuße verwendet werden
4. Farben und Symbolik
Statistisch häufiger verkauft werden:
- Rote Rosen – ca. 60 % des Marktanteils
- Weiße und rosafarbene Rosen – zusammen etwa 30 %
- Gelb, Orange, Bicolor und andere – etwa 10 %
5. Rosen in der Züchtung und Forschung
- Rund 70 % aller neuen Rosensorten werden in wenigen Ländern gezüchtet: Deutschland, Frankreich, USA, Niederlande und Japan.
- Moderne Rosenzüchtung fokussiert sich auf:
- Krankheitsresistenzen (z. B. gegen Sternrußtau)
- Längere Haltbarkeit
- Intensivere Farben und Duftprofile
- Nachhaltigere Anbaubedingungen
6. Nachhaltigkeit
- Zertifizierte Rosen (Fairtrade oder MPS) machen etwa 10–20 % des gesamten Marktes aus – Tendenz steigend.
- Wichtige Faktoren: gerechte Löhne, reduzierte Pestizide, Wasserverbrauch, CO₂-Bilanz.