Verwachsene Rosen schneiden – so bringst du sie wieder in Form

Rosen trimmen Rosen schneiden Verwachsene Rosen schneiden – so bringst du sie wieder in Form

Rosen können mit der Zeit aus der Form geraten: Sie treiben wild durcheinander, sind zu hoch geworden oder verholzen im Inneren stark. Ein gezielter Rückschnitt hilft dabei, die Pflanze zu verjüngen, die Blühkraft zu fördern und wieder eine harmonische Form herzustellen. Doch wie geht man beim Schneiden verwachsener Rosen richtig vor?


1. Der richtige Zeitpunkt

Verwachsene Rosen schneidet man am besten im Frühjahr, wenn die Forsythien blühen. Das ist das klassische Startsignal für den Rosenschnitt.
Stark überwucherte Sträucher kann man zusätzlich im Herbst leicht auslichten, aber die Hauptarbeit sollte immer im Frühjahr erfolgen.


2. Werkzeug und Vorbereitung

  • Scharfe, saubere Rosenschere
  • Handschuhe (gegen Dornen!)
  • Bei starken Verholzungen ggf. Astschere oder kleine Säge

Sauberes Werkzeug verhindert Infektionen an den Schnittstellen.


3. Schritt-für-Schritt: Verwachsene Rosen richtig schneiden

a) Zunächst auslichten

Entferne alles, was der Pflanze Energie raubt:

  • Trockene, abgestorbene Triebe
  • Sehr dünne, schwache Neutriebe
  • Sich kreuzende oder nach innen wachsende Zweige

So kommt wieder Luft und Licht in den Strauch.

b) Alte, verholzte Triebe entfernen

Bei stark verwachsenen Rosen haben sich oft dicke, alte Gerüsttriebe gebildet, die kaum noch blühen.
Diese sollten 1–2 pro Jahr bodennah herausgeschnitten werden, um die Pflanze schrittweise zu verjüngen.

c) Die Höhe anpassen

Ist die Rose zu hoch geworden, kürze die Haupttriebe ein:

  • Bei Beetrosen: auf ca. 20–30 cm
  • Bei Strauchrosen: auf 40–60 cm, je nach Sorte
  • Bei Kletterrosen: nur Seitentriebe einkürzen, Haupttriebe bleiben längs gebunden

4. Auf Knospen achten – richtig schneiden

Schneide immer 5 mm über einer nach außen gerichteten Knospe.
So wächst der neue Trieb nach außen, und die Rose bekommt eine schöne, offene Form.

Tipp: Der Schnitt sollte leicht schräg verlaufen, damit Regenwasser besser abläuft.


5. Nach dem Schnitt – Pflege nicht vergessen

  • Entfernte Triebe entsorgen (nicht auf den Kompost, wenn sie krank waren)
  • Frischen Boden anlockern
  • Eine Gabe Rosendünger im Frühjahr
  • Bei Trockenheit gut wässern

Diese Pflege sorgt für kräftigen Neuaustrieb und reiche Blüte.


Fazit

Auch stark verwachsene Rosen lassen sich mit einem gezielten Rückschnitt wieder in Form bringen.
Wichtig ist: auslichten, vergreiste Triebe entfernen, auf eine gute Struktur achten und Schritt für Schritt verjüngen.
Nach wenigen Wochen wird die Rose dank energiegeladener Neutriebe sichtbar schöner und vitaler wirken.

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